Aktuelles
1724 - 2024
Stift Stams gratuliert:
300 Jahre barocker Dom in Innsbruck!
 
Gratulations-Präsentation
der Zisterzienserabtei Stift Stams
Stiftsmuseum, Raum 6 (Nachlass Josef Schöpf)
3. Juni – 29. September 2024
 
Montag bis Samstag 10 – 12 Uhr und 13 – 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 13 – 17 Uhr 
 
(17.06.2024)        
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 

 

 

Wolfram Köberl, Der hl. Jakobus und ein Engel präsentieren/halten und verehren das Mariahilf-Gnadenbild, um 1950/55, Stadtarchiv Innsbruck, TA-2.
Wolfram Köberl (Innsbruck 1927 - 2020 Innsbruck)
Der hl. Jakobus d. Ä. und ein Engel präsentieren und verehren das Innsbrucker Mariahilf-Gnadenbild
Um 1950/55
Signiert links unten: WKöberl
Tempera auf Malkarton, 52 x 39,2 cm
Stadtarchiv Innsbruck
Sammlung Tabarelli de Fatis, Inv.-Nr. TA-2
 
 
Stadtarchiv Innsbruck
Mariahilf-Sammlung | Tabarelli de Fatis
 
Wissenschaftliche Inventarisierung ab 12.2020: Mag. Dr. Helmuth Oehler
 
 
"Dass wir unser Material ordnen wollen, ist sicherlich legitim.
Es sollte uns aber immer bewusst bleiben, dass eine solche Ordnung 
nur eine bis auf Widerruf sein kann."1
 
 
Die Mariahilf, ein halbfiguriges Marienbild am Hochaltars des Innsbrucker Doms zu St. Jakob, wurde nach 1537 von Lucas Cranach d. Ä. (1472 - 1553) geschaffen.  
 
Dieses prominente Gnadenbild steht im Zentrum der Sammlung von August (Innsbruck 1912 - 2002 Innsbruck) und Paul v. Tabarelli de Fatis, Vater und Sohn. Sie haben in Jahrzehnten, sehr engagiert viele Objekte und Dokumente zusammengetragen,  die mit der  Mariahilf in Zusammenhang stehen. Die bemerkenswerte Kollektion befindet sich nun im Innsbrucker Stadtarchiv. 
 
Gemälde, Graphiken, Reliefs und Fotographien dokumentieren den großen Erfolg und die Verehrung der Bildfindung Cranachs, die bis heute Emotionen beim Betrachter auslöst: In der Auseinandersetzung mit dem Gemälde können Gefühle von Trost, Schutz, Hoffnung und eben „Hilf“ entstehen.  Die Sammlung Tabarelli de Fatis belegt die unzähligen Wiederholungen der Mariahilf in Kirchen und an Hausfassaden. Das Marienbild wurde auch für Wohnräume als Hinterglasbilder oder graphische Andachtsbilder kopiert. Das große Gebiet der Devotionalien sowie entsprechende, umfangreiche Literatur vervollständigen die Kollektion.
 
1 Drechsler, Wolfgang: Das Bild vom Es. "Der Zwang zur Introspektion ist ein typisch österreichischer Zug', in: Werkner, Patrick (Hg.): Kunst in Österreich 1945-1995, Wien 1995, S. 84-92, S. 92.
 
 
Literatur:
Walter Hölbling, 1000 Variationen in einer Hand. Ein leidenschaftlicher Sammler folgt seit 20 Jahren den Spuren des Mariahilf-Bildes [zu August Tabarelli de Fatis], in: Kirche. Sonntagszeitung für die Diözese Innsbruck, 01.10.2000, S. 3.
 
Helmuth Oehler, Ingenuin Lechleitner (1676-1731). Hofbildhauer in Innsbruck, Leben und Werk, phil. Dissertation, Innsbruck 2008, S. 252 – S. 254, S. 376, Kat.-Nr. 6 (Innsbruck, Dom und Propsteipfarrkirche zu St. Jakob, Hochaltar, Silberaltar [erste Teile]. 1717).
 
Helmuth Oehler, Pilger Jakob und Hilfe Mariens, in: Tiroler Sonntag, 21.07.2016, S. 16.
 
Helmuth Oehler, Von der "himmlischen Hausmutter" und den "bürgerlichen" Frauen Innsbrucks. Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Die prominenteste Darstellung einer Frau mit ihrem Sohn in Innsbruck steht im Mittelpunkt einer besonderen Sammlung im Stadtarchiv der Landeshauptstadt, für: Innsbruck - Die Landeshauptstadt informiert, offizielle Mitteilungszeitung, März 2021.
 
StAI_TA_16_RSStAI_TA_RS_Detail
 
 
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