Aktuelles

SCHLOSS AMBRAS INNSBRUCK

Rundgang durch das Schloss und seine Sammlungen
// Donnerstag, 19.10.2017, 11:00 Uhr und 14:30 Uhr
// Sonntag, 22.10.2017, 11:00 Uhr

 


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2015.2016

 

Lieben Sie Rubens? www.helmuth-oehler.atPeter Paul Rubens, Allegorie auf die Segnungen des Friedens (Detail). Um 1630. London, National Gallery.

Seinem hurtigen Pinsel
gesellte sich eine 
ungemeine Gratia hinzu.
" (Joachim von Sandrat)
Meisterwerke der Barockmalerei, Teil II 

Dr. Helmuth Oehler für uni.com

Sinnlich, luxuriös, reich – all diese Eigenschaften verbinden wir mit der Maler des Barock. In Fortsetzung der Lehrveranstaltung „Meisterwerke der Barockmalerei, Teil I“ wird daher weiterhin anhand ausgewählter Gemälde untersucht, wie „begnadete“ Malerfürsten mit „hurtigem Pinsel“ Stillleben, Landschaften, Porträts sowie sakrale und profane Historien gestalteten, damit „Anmutiges“, Prächtiges und Dramatisches schufen. Wir werden aber auch Malereien entdecken, die durchaus realistisch oder äußerst schlicht daherkommen. 
Die Malerei des Barock ist in Tirol vor allem in Sakralbauten äußerst präsent – und prägt dadurch bis heute stark die Vorstellung von „Kunst“ in unseren Köpfen. Deshalb werden auch Gemälde vorgestellt, die sich im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum oder in der Alten Pinakothek München befinden.

Termine:
7x, immer mittwochs, 17:45 bis 19.25 Uhr
13.01.2016
20.01.2016
27.01.2016
03.03.2016
10.02.2016
17.02.2016
24.02.2016

Ort:
VHS-Haus Innsbruck, Marktgraben

Anmeldung & Information: 
Mag.a Kerstin Nemec-Seipenbusch, Volkshochschule Tirol, T 58 88 82-22, k.nemec@vhs-tirol.at, vhs-tirol.at 

 

Alois Meyer, Anbetung des Heiligen Kindes, 1960er Jahre © Stadtarchiv Kitzbühel
Alois Meyer, Die Anbetung des Heiligen Kindes (Detail), 1974 © Stadtarchiv Kitzbühel.

Die Krippe kann „auch die größten Künstler befriedigen und beschäftigen“ (1909):
Tiroler Künstler gestalten im 20. Jahrhundert die Geschehnisse der Heiligen Nacht

Dr. Helmuth Oehler für uni.com

Die Tiroler Weihnacht ist stark verbunden mit inneren Bildern von geschnitzten Figuren, mit Erinnerungen an das Aufstellen von plastischen Gestaltungen der Geburt des Gottessohnes.
Dieses Thema wurde – höchst unterschiedlich – auch von Tiroler Künstlern im 20. Jahrhundert gestaltet. Ihre Werke brechen allerdings teilweise radikal mit traditionellen Formulierungen. Denn ab 1900 beschäftigten sich namhafte akademische Tiroler Bildhauer intensiv mit der zeitgemäßen Erneuerung der Weihnachtskrippe. Ihre Figuren sind Bildhauerkunst auf höchstem Niveau in Miniatur und reflektieren die zeitgenössische Formensprache der großformatigen Bildwerke. Neben diesen plastischen Gestaltungen schufen Tiroler Künstler auch bemerkenswerte Gemälde und Graphiken, welche die Geburt Christi und den mit ihr verbundenen Ereignisse vorstellen.
Die Lehrveranstaltung will die formale und inhaltliche Entwicklung der Tiroler Künstlerkrippe im 20. Jahrhundert exemplarisch aufzeigen. Gleichzeitig bietet sie einen konzentrierten Überblick über die Tiroler Kunst des 20. Jahrhunderts. Anschließend betrachten und besprechen wir gemeinsam Originale im Tiroler Volkskunstmuseum.

Termine:
3x, immer mittwochs, 18:00 bis 19:40 Uhr, im Seminarraum, VHS-Haus, Innsbruck
11.11.2015
18.11.2015
25.11.2015

2x, samstags, 10:00 bis 11:40, im Tiroler Volkskunstmuseum, Innsbruck
05.12.2015
12.12.2015

Anmeldung & Information: Mag.a Kerstin Nemec-Seipenbusch, Volkshochschule Tirol, T 58 88 82-22, k.nemec@vhs-tirol.at, vhs-tirol.at

 Ludwig Penz, Hirte mit zwei Ziegen, 1914 © TLMF Carl Rieder, Heilige Familie, 1933 © Privatbesitz. Foto Othmar Lechner. Johannes Obleitner, Hirtin und Hirte, zur Krippe eilend, 2. H. 1930er Jahre  © TVKM. Foto Dr. Helmuth Oehler.

 Oswald Oberhuber, Krippenfiguren, 1947 © Privatbesitz. Foto Museum Kitzbühel - Sammlung Alfons Walde.
Oswald Oberhuber, Krippenfiguren, 1947 © Privatbesitz. Foto Museum Kitzbühel - Sammlung Alfons Walde.

Heinrich Tilly, Geburt Christi, 1971 © Privatbesitz. Foto Museum Kitzbühel - Sammlung Alfons WaldeHeinrich Tilly, Die Anbetung des Heiligen Kindes, 1971 © Privatbesitz. Foto Museum Kitzbühel - Sammlung Alfons Walde.

 

Die Farben in der Malerei
sind Schmeicheleien,
mit denen die Augen
verführt werden sollen.“ (Nicolas Poussin)
Meisterwerke der Barockmalerei, Teil I

Dr. Helmuth Oehler für uni.com

Überladen und pompös, schwülstig und bizarr – die Malerei des Barock war lange Zeit heftiger Kritik ausgesetzt. Die Lehrveranstaltung wird hingegen die tatsächlichen Anliegen der Malerei in der Zeit zwischen 1600 und 1750 aufzeigen und damit ihr besseres Verständnis ermöglichen. Dazu wird ein Überblick der meist sehr „selbstbewusst“ auftretenden Malerei des Barock in Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gegeben. Diese Auswahl von Werken wichtiger Maler vermittelt die grundlegenden Tendenzen der Barockmalerei, präsentiert ihre Aufgaben, zeigt aber auch jene Bildmittel, mit denen sie „die Augen verführt“. Um auch eine Verknüpfung mit (lokal vorhandenen) Originalen zu erreichen, werden auch Gemälde besprochen, die sich in der Alten Pinakothek München befinden.

Termine:
7x, Mittwoch, 18.00 bis 19.40 Uhr
16.09.2015
23.09.2015
30.09.2015
07.10.2015
14.10.2015
21.10.2015
28.10.2015

Anmeldung & Information: Mag.a Kerstin Nemec-Seipenbusch, Volkshochschule Tirol, T 58 88 82-22, k.nemec@vhs-tirol.at, vhs-tirol.at 



 



Artemisia Gentileschi, Judith enthauptet Holofernes, 1611-12, Öl auf Leinwand, 159 x 126 cm, Neapel, Museo Nazionale die Capodimonte.

Barock brutal.
Artemisia Gentileschi (Rom 1593 - um 1651 Neapel) ist eine der wichtigsten Frauen in der Geschichte der Kunst, die sich gegen alle Konventionen als professionelle Malerin in Italien des 17. Jahrhunderts durchsetzte. Als junges Mädchen von ihrem Lehrer vergewaltigt und durch ein falsches Eheversprechen getäuscht, kämpfte sie in einem Prozess um die Wiederherstellung ihrer Ehre.

Malerin. Artemisia Gentileschi
entwickelte sich trotz dieser Erlebnisse zu einer anerkannten und erfolgreichen Malerin von Porträts und Historienbildern. Zu ihren Auftraggebern zählten u. a. die Medici.

Grausamer Geschlechterkampf. Artemisia wählte für ihre Malereien "eine hochdramatische Erzähl- und Kompositionsform. Zahlreiche spektakuläre, ja grausame Details im Gegeneinander von Frau und Mann, die in Artemisias Gemälden begegnen, glaubte man aus dem persönlichen Schicksal der Malerin ableiten zu dürfen. Als Paradebeispiel für solchen kathartisch mit Mitteln der Kunst verarbeiteten Geschlechterkampf galt und gilt das Ölbild mit dem alttestamentlichen Thema Judith enthauptet Holofernes" (zit. Norbert Wolf 2007).

Temperament. "Artista di alto calibro e fiero temperamento, ella dimonstrò un'inclinazione per scene raccapricciante, ad esempio Giuditta che uccide Oloferne, dipinte in vivaci toni luminosi e con una meticolosa attenzione per i dettagli" (zit. Rudolf Wittkower 1958 bzw. 1972).

Barocke Sommerfreuden? - www.helmuth-oehler.at
Anthonis van Dyck, Sir George Villiers, künftiger Herzog von Buckingham, und seine Frau Katherine Manners (?) als Venus und Adonis. 1620-21. London, Privatsammlung.

 

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